Bereits im Mutterleib fühlen sich Babys rundum wohl, daher genießen sie es auch nach der Geburt, von den sanften Wellen des Wassers getragen zu werden. Durch den Körperkontakt, die Nähe und Wärme, die Sie Ihrem Kind im Wasser geben, stärken Sie das Vertrauen zueinander. ( Halt geben - gehalten werden! )

Ihr Kind kann sich im Wasser früher fortbewegen als an Land - das stärkt das Selbstbewusstsein und sein Selbstvertrauen. Die aufrechte Kopfhaltung erreicht Ihr Kind im Wasser früher als an Land. Auch wird im Babyschwimmkurs der Gleichgewichtssinn trainiert (durch Schwimmhilfen) - dies erhöht die Bewegungssicherheit an Land.

Ganz natürlich wird der Bewegungsdrang gefördert, wodurch die Bein- und Rückenmuskulatur gestärkt wird und die Bänder und Gelenke entspannt werden. Ihr Kind erfährt eine gewisse Abhärtung, da durch den Kältereiz die Durchblutung gefördert wird. Durch den erhöhten Energieverbrauch (das Baby muss im Wasser mehr Wärme erzeugen) , steigen der Appetit und das Schlafbedürfnis.

Das Babyschwimmen beugt auch Haltungsschäden vor und fördert die richtige Atmung. Übrigens: im 1. Lebensjahr verfügt Ihr Baby über den sogenannten ATEMSCHUTZREFLEX. Dies bedeutet, dass die Atmung blockiert, sobald das Kind untertaucht, Nase und Mund verschließen sich automatisch und es kommt kein Wasser in die Lungen. Achtung! Kein Schutz vor Verschlucken!

Was spricht noch fürs Babyschwimmen!

Der Kontakt zur Spielgruppe/Kursgruppe wirkt sich günstig auf die kindliche Entfaltung aus. Die Eltern können sich untereinander besser kennenlernen, Erfahrungen austauschen und sogar Freundschaften knüpfen. Der Schwimmkurs wirkt sich also nicht nur auf Ihr Baby positiv aus. Babyschwimmen ist zugleich auch eine Elternschule, die Ihnen einen intensiven Zugang zu Ihrem Kind ermöglicht und Ihnen Gelegenheit gibt, die gesamte Entwicklung Ihres Kindes zu fördern. Haben Sie Geduld und entwickeln Sie keinen falschen Ehrgeiz - es geht im Schwimmkurs nicht darum, richtig schwimmen zu lernen, sondern um die Freude, sich im Wasser frei bewegen zu können.

Ziel des Babyschwimmkurses ist das "SELBSTRETTEN". Die Zeit bis zum Erlernen des Selbstrettens kann bis zu 50 Stunden dauern. Richtig schwimmen lernen Kinder erst zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr bzw. die Koordination zwischen Hände und Beine. Babys schwimmen im "Hundepaddelstil" , sie krabbeln und strampeln unter Wasser. Mit dem Babyschwimmkurs kann man bereits ab der 6. Lebenswoche beginnen, wobei anfangs mehr die Wassergewöhnung im Vordergrund steht.

Zum Abschluss noch ein Zitat aus einer Studie einer Kölner Professorin:

"Alle Wasserratten entwickeln sich besser als Nichtschwimmerkinder. Sie passen sich rascher veränderten Situationen an, sind leichter zu Leistungen zu motivieren, können sich länger konzentrieren und absolvieren Intelligenztests erfolgreicher.

Was brauchen Sie zum Babyschwimmen?

· 1-2 Badehosen oder festsitzende Unterhosen (keine Gummihosen)
· 1 großes Badetuch fürs Baby zum Einwickeln
· frische Wäsche zum Wechseln
· etwas zu Essen und zu Trinken (Babys werden nach dem anstrengenden Schwimmen hungrig und durstig)


Was sollten Sie noch beachten!

· Oberstes Gebot ist die Gesundheit des Babys
· Die Verantwortung für Ihr Baby tragen die Eltern
· Nur das machen, was dem Kind Freude macht - kein Leistungsdruck!
· Eltern sind die eigentlichen Schwimmlehrer des Kindes, sie kennen das Kind am Besten, seine Gefühle, Reaktionen und die Belastbarkeit.
· Loben Sie Ihr Kind bei jedem kleinen Fortschritt - sehr wichtig!
· Reagieren Sie positiv auf das Schwimmen - das überträgt sich auf Ihr Kind genauso wie Angst!
· Das Baby sollte ausgeschlafen sein
· Die letzte Mahlzeit vor dem Wasservergnügen sollte etwa 1 Stunde vorher beendet sein.
· Chlor kann die Kinderhaut und Augen reizen - daher nach dem Schwimmen duschen oder Zuhause baden.

Wie können Sie sich Zuhause vorbereiten?

· Gewöhnung an die große Badewanne
· Gemeinsames Baden mit Mutter und Vater
· Langsames Absenken der Wassertemperatur
· Spielzeug für die Badewanne - kann auch ins Hallenbad mitgenommen werden

nach oben